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Schleswig-Holsteiner Degenfechter stark bei Deutschen Juniorenmeisterschaften Drucken E-Mail
Geschrieben von Fechterbund Schleswig-Holstein   
Dienstag, 27. Oktober 2009
Hervorragender 4. Platz der schleswig-holsteinischen Herrendegen Mannschaft
 
  
Am vergangenen Wochenende fanden in Frankfurt/Main die Deutschen Junioren-Meisterschaften im Degen statt. Zum ersten Mal wurde dieses Turnier sowohl für Damen als auch für Herren ausgetragen, sodass sich eine große Gruppe schleswig-holsteinischer Fechter auf den Weg nach Hessen machte. Für eine Sensation sorgte am Sonntag die Herrenmannschaft in der Besetzung Dirk Harder, Markus Rech und Arne Richter (alle FG Segeberg), die mit großem kämpferischen Einsatz das Halbfinale des Turniers erreichte. 

Im Damendegen hatten sich die beiden Fechterinnen Ronja Stadter und Inken Saggau im Vorwege für die DM qualifiziert. Als dritte Fechterin durfte Ariana Zahir nachrücken (alle FG Segeberg). Einzig Ronja konnte die Vorrunde mit drei Siegen aus sechs Gefechten überstehen und zog in das 64er KO. Ariana und Inken schieden jeweils mit nur einem Sieg aus und belegten die Plätze 79 und 80. Leider folgten für Ronja in der Direktausscheidung zwei Niederlagen gegen Abigail Stech (Offenbach) und Stephanie Romanus (Leipzig), sie belegte am Ende Platz 54. Siegerin wurde die Berlinerin Beatrice Brockmann vor Ricarda Multerer. Den dritten Platz teilten sich Ines Werner (beide Heidenheim) und die ehemalige Segebergerin Stephanie Suhrbier (OFC Bonn). Im Mannschaftswettbewerb mit gleicher Besetzung konnten die Schleswig-Holsteinerinnen in der Vorrunde zwei von drei Mannschaftsbegegnungen gewinnen, ehe sie im Achtelfinale knapp mit 43:45 gegen Hoffnungsthal ausschieden und Platz 10 bei 13 gestarteten Mannschaften belegten. Sieger wurde die Mannschaft aus Heidenheim.

Bei den Herren lief es besser. Mit vier Fechtern war der FBSH in Frankfurt vertreten. Dirk Harder und Markus Rech hatten sich bereits über die Leistungsquote der Deutschen Rangliste qualifiziert, sodass zusätzlich Arne Richter (alle Segeberg), Tim Lindemann (Elmshorner MTV) an den Start gehen konnten. Tim konnte nach der Vorrunde trotz drei Siegen leider nicht in die Direktausscheidung aufsteigen und schied als 66. aus. Markus musste in der Vorrunde lediglich eine Niederlage hinnehmen und gewann sein erstes Gefecht im 64er KO. Anschließend gingen zwei Gefechte verloren, sodass er am Ende nach sehr gutem Start Platz 34 belegte.
Arne gelangen in der Vorrunde vier sichere Siege und der Einzug unter die letzten 64 Fechter. Hier musste er sich zunächst Thomas Griebel aus Friesenheim beugen, ehe er souverän zwei Gefechte gewann und ins 32 KO einzog. Gegen den späteren Deutschen Meister Nikolaus Bodoczi aus Offenbach konnte er sich nicht durchsetzen und auch gegen Marcel Heerd (Heidenheim) fand Arne kein Rezept, er belegte als A-Jugendlicher einen sehr guten 29. Platz.
Einzig Dirk Harder konnte sich weiter nach vorn kämpfen. Von der Vorrunde befreit gelang ihm mit zwei Siegen der direkte Einzug unter die letzten 32. Es folgten ein Sieg über Max Dörsam (Heidelbger FC), eine Niederlage gegen Rico Leiser (Esslingen), ein weiterer Sieg gegen den Frankfurter Reinhard Weidlich, ehe der Esslinger Simon Mangold das Turnier für Dirk beendete. Am Ende belegte Dirk einen tollen 15. Platz.

Für eine kleine Sensation sorgte am Sonntag die Herrenmannschaft in der Besetzung Dirk Harder, Markus Rech und Arne Richter, die es mit großem kämperischen Einsatz bis ins Halbfinale des Turniers in den Kreis der Favoriten schaffte. In spannenden Gefechten gewannen sie alle drei Begegnungen der Vorrunde, unter anderem gegen die Startgemeinschaft Frankfurt-Offenbach, die später Vizemeister werden sollte. Hier überzeugte vor allem Markus mit konstant guten Gefechten. Der besten Mannschaft aus den Vorrunden gelang im anschließenden Achtelfinale ein 45:42-Sieg gegen die Mannschaft aus Berlin und damit der Einzug unter die besten 8. Es folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die Mannschaft aus Böblingen, bei dem der A-Jugendliche Arne Richter den Junioren ordentlich Paroli bot und es schaffte, einen Fünfpunkterückstand auszugleichen. Im letzten Gefecht übernahm Dirk Harder bei einem Stand von 36:40 und lieferte eine spannende Aufholjagd, bei der es am Ende 45:44 für die FG Segeberg hieß. Eine schleswig-holsteinische Mannschaft hatte es bis ins Halbfinale einer Deutschen Meisterschaft geschafft! Hier hieß der Gegner Tauberbischofsheim und war diesmal zu stark für unsere Fechter, TBB siegte mit 29:45 und auch das anschließende Gefecht um Platz 3 gegen den Heidenheimer SB ging mit 36:45 verloren. Sieger der 14 gestarteten Mannschaften wurde der FC Tauberbischofsheim.

 
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